Reformationskolumne Nr. 17


Selma Matter, Anaïs Rufer, Deborah Mäder, Nicola Bryner, Lenya Schiess und Mara Richter (von links).

(Foto: Roland Tännler)

Warum habe ich heute eigentlich frei?

Reformationsbeobachterin Mara Richter (18) will wissen, warum sie an Pfingsten eigentlich frei hat. Und sie hofft auf eine Debatte, welche die Bedeutung der Freiertage ins Zentrum rückt.

Ironischerweise beginnt meine Auseinandersetzung mit den Feier­tagen an Pfingsten. Bei Pfings­ten handelt es sich um den 49. Tag nach dem Ostersonntag, es wird die Entsendung des Heiligen Geistes gefeiert. Heute haben alle frei. Ausser die Walliser.

Manche Feiertage werden nur von den katholischen Kantonen anerkannt, andere nur von den reformier­ten. Das ist aber keine feste Regel, grundsätzlich kann jeder Kanton frei entscheiden, was er wann feiert. Anfang des 16. Jahrhunderts halbierte Reformator Bullinger die bis damals 120 arbeits­freien Tage auf 60. Das erhöhte die Wirtschaftskraft der reformierten Kantone enorm.

Heute möchten die Zürcher Jungsozialisten alle christlichen Feiertage ersetzen. Stattdessen könnte etwa der Frauentag gefeiert werden, sagt mir Co-Präsident Luca Dahinden am Telefon.

Ich glaube, es ist wichtig, eine Debatte in Gang zu setzen und die Bedeutung der Feiertage ins Zentrum zu rücken. So wüsste auch ich besser, warum ich frei habe.

JULL Projekt 72 - Reformationsbeobachter/innen (a.k.a. Stadtbeobacher/innen) - Jugendliche denken schreibend über Reformation, Kirche, Glauben... nach. Gefördert und im Rahmen von ZH-REFORMATION.CH und in Zusammenarbeit mit der Zeitung reformiert. Schreibcoaching und Redaktion: Gina Bucher

#Reformation #MaraRichter

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