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Bärengasse II

Was hat die Bärengasse für einen Ruf zu verlieren? Immer wieder kommen neugierige Leute ins Haus zur Weltkugel. Das Haus ist umgeben von einer grünen Wiese, in der Nähe fliesst blaues Wasser des Kanals. Ein Brunnen plätschert im Dunkeln vor sich hin. Die mit Büschen und Hecken umgebenen Eingänge sind jetzt mit etwas Licht gut erkennbar. Etwas ewig Junges lenkt die Leute am Nachmittag in das Café. Es gibt bunten Kuchen und Tassen, die zerbrechlich scheinen. Zeile um Zeile, Stift zur Hand, Wörter in Reihen. Die Weltkugel berichtet stets neues. Schulklassen und aber auch Autoren und Redakteurinnen finden den Weg. Jugendliche und Studenten erscheinen in der Zeitung. Sie können miteinander und voneinander schreiben.


Hier beginnt meine Geschichte.


Ich kam von der Schule und sah das Haus von der Hinterseite. Wir mussten warten, bis uns Eintritt gewährt wurde. Die Fensterläden erinnerten mich an ein Gemeindewappen. Sie waren offen – sind es heute noch. Das Treppenhaus ist eng und führt direkt ins Schreiblabor. Dort befinden sich Tische und die üblichen Schulstunden wurden hier für mich zur Krönung. Ich bewältigte die Aufgaben und schrieb sogar eine Kurzgeschichte, welche ich dann vorlas an einer der berühmten und ersten Lesungen.

Nun ist das eine Weile her, doch die Erinnerung lässt nicht locker. Auf der Strasse im Seefeld begegne ich Jahre später Richard Reich, der mich sofort erkennt. Und jetzt sitze ich wieder am Tisch im oberen Stock. Ob es dieses Mal was Neues wird?









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