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Ockerfarbener Stein

Der Regen prasselt auf meinen Kopf und reinigt mich. Die Menschen rennen an mir vorbei, mit Regenschirmen in der Hand und einem unglücklichen Gesichtsausdruck. Ihre Augen sind starr nach vorne gerichtet. Das Ziel: der nächstmögliche Schermen. Mir schenken sie keinen Blick, doch das bin ich gewohnt. Menschen laufen an mir vorbei, fragen sich kurz was es mit mir auf sich hat und schenken danach den Blumenbeeten ihre Bewunderung. Es ist fast schon lächerlich, dass ich hier aufgestellt wurde. Die Abkühlung und der Kontakt mit dem Wasser tut mir gut. Ich komme ja ursprünglich aus der Limmat. Hier draussen fühle ich mich so entblösst und alleine. Es fühlt sich nicht so an, als würde ich hierhin gehören. Um mich herum sind nur Strassen, Häuser und Blumenbeete. Die heissen Tage bekommen mir nicht gut, doch anscheinend sind sie den Menschen hier sehr willkommen. Wenn es ganz heiss ist, höre ich von weitem Wassergeplantsche und Kindergeschrei, das erinnert mich dann immer an die Limmat. Blitze erleuchten den Nachthimmel, die Strasse ist leer. Frieden kehrt ein, die Ruhe gibt mit eine wohlige, stetige Sicherheit. Ich ruhe mich aus, bis morgen der Trubel wieder losgeht und geschäftige Leute mit ernsten Mienen durch die Strasse schlurfen.

 

Felicia Gentile (*2009), JULL-Stadtbeobachterin seit 2024



Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit dem Bullingerhaus im Rahmen des Gartenfests 2025



Foto: JULL







Ratgeber an zukünftige Eltern

Massnahmen, um seinen Handykonsum so klein wie möglich zu halten, gibt es heutzutage zur Genüge. Deswegen ein Blick in die Zukunft, ins Ungewisse. Unser aller Ziel ist es hoffentlich, den digitalen Ko

 
 
Mittwoch 17 Uhr 30

Vielleicht löse ich einen Knopf in meinem Kopf, stelle den Schalter um und es fliesst Magie aus meinen Händen. Denn was ich schreiben sollte, weiss ich nicht. Mein Arm beginnt zu schmerzen. Schaffe ic

 
 
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