Millionensuche Take 4





23 Jahre sind vergangen, jeder der Räuber hat um die 10 Jahre im Knast verbracht.

Die Millionensuche geht weiter und wir haben einen neuen Verdacht.

Was wäre, wenn die Räuber einen Komplizen oder eine Komplizin gehabt haben? Oder sogar mehrere?

Ich gehe noch näher darauf ein; Was wäre, wenn alleinerziehende Mütter im Plan involviert waren? Zehn unabhängige zuverlässige Frauen, die schon lange ein Näh-Shop, ein Kaffee, eine Marketingfirma oder ein Schuhgeschäft eröffnen wollten. Unabhängig voneinander, nicht vom selben Freundeskreis. Den Räubern zuvor fremd waren, damit die Polizei nie Verdacht schöpfen konnte. Ihnen einfach per Zufall auf der Strasse begegneten, die unauffälligen Psycho-Tests der Männer bestanden haben, die natürlich stattgefunden haben. Wichtige Fragen, die alle korrekt beantwortet wurden, wie zum Beispiel: «Wolltest du schon immer mal ausreisen?», «Wie steht der Kontakt zum Kindesvater?» «Was würdest du für 2.5 Millionen Franken machen?»

Die zehn Frauen wurden in verschiedenen Ländern abgesetzt. Die Geldübergabe fand im Damen-Klo einer Zürcher Bar statt, dort wo die Räuber auch den Überfall geplant und besprochen haben.

Mit verschiedenen Transportmitteln reisten die Frauen samt Kindern separat ins Ausland. Das Geld zwischen Kinderkleidern und Babywindeln gut verstaut. Wenn ein Kind beim Übergehen der Grenze gequengelt hat, bewirkte dies Wunder und die Frauen wurden sofort durchgewunken. Sie konnten ihr Glück im korrupten Paradies erschaffen. Niemand würde je Fragen stellen. Und wenn doch, antworteten die Frauen, eine ferne Verwandte ohne Nachwuchs habe ihnen das Geld vererbt.

Sie wären damit einverstanden gewesen das Geschäft zehn Jahre später wieder zu verkaufen. Wären tüchtig gewesen, hätten Erfahrungen gesammelt, um Gewinn für sich selbst daraus zu erzielen. Hätten für sich und ihre Kinder vorgesorgt und wären stolz auf sich gewesen.

Ihr Leben wäre abgesichert gewesen und sie hätten nie Geldprobleme gehabt. Sie hätten eine wahrhafte Win-Win-Situation erlebt. Und auch die Bankräuber hätten ihre Millionen gut angelegt und wären nach einem Jahrzehnt wieder zu ihren Babys aus Scheinen zurückgekehrt. Was wäre, wenn das tatsächlich alles so abgelaufen wäre?


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