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Schätze am Boden des Sees

Erscheint der Berg grösser, wenn ich am Fuss stehe oder ganz weit weg? Der See ist an hellen Stellen tiefer und trotzdem haben wir Angst, wenn wir an dunklen Stellen nicht bis ganz hinuntersehen können. Der kahle Baum hat seine farbigen Blätter fallen lassen und steht ganz entblösst vor uns. Das Feuer wärmt uns und kann zugleich die ganze Welt niederbrennen. Der Himmel steht in Flammen, sagen die einen und den anderen fällt die Kinnlade herunter, weil sie nicht fassen können, wie der Himmel sich so wunderschön verfärben kann. Eine Sache der Perspektive. Probleme erscheinen unbezwingbar, bis man es wagt und den Berg erklimmt. Am Ende erkennt man, wie schön der Ausblick von oben ist, egal, wie anstrengend der Aufstieg war. Das Vertrauen in sich zu haben, weiterzugehen, auch wenn das Ende ungewiss ist, hilft einem, Schätze am Boden des Sees zu finden, die man nie erwartet hätte. Sich jemandem zu öffnen ist keine Schande, denn oft wird das sehr wertgeschätzt und wenn einem unwohl ist, wartet man einfach auf den Frühling, bis die Blätter wiederkommen. Nicht alles, was einem auf den ersten Blick gebräuchlich oder gut erscheint, ist auch immer so. Eine falsche Handlung und deine ganze Realität ist in Brand gesetzt. Und Dinge aus anderen Blickwinkeln zu sehen und ein wenig Farbe in unser schwarz-weiss Denken zu bringen lohnt sich viel mehr, als dass wir es uns vorstellen können.






Foto: Bild von Anna Nielsen von Pixabay





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